Liebe Leser,

der Herbst hat gerade angefangen und das Wetter wird langsam kälter. Am liebsten würde man sich bei dem nasskalten Wetter Zuhause in eine warme Decke einkuscheln und schon jetzt die Heizung aufdrehen. Doch was Wärme spendet, kann dem eigenen Wohlbefinden und Ihrem Parkett bei nicht ordnungsgemäßer Verlegung auf Dauer schaden.

Ist es nicht schön, wenn es draußen gerade anfängt zu regnen oder zu schneien und man Zuhause im Warmen und Trockenen auf der Couch sitzt und die Seele baumeln lässt? Doch leider sind Herbst und Winter auch bekannt für die vielen Erkältungswellen, die das nasskalte Wetter mit sich bringt: Zuhause ist es warm und trocken und draußen ist es feucht und kalt. Dieser Temperaturwechsel setzt manchmal zu und wir werden anfälliger für Schnupfen, Erkältung und Co.
Hinzu kommt dann noch, dass die trockene Heizungsluft die Atemwege und Nasennebenhöhlen auf längere Zeit austrocknen kann und besonders bei Schnupfen nochmal mehr stören.
Ähnlich wie unsere Nasen reagiert auch Parkettboden auf die durch Heizungsluft niedrige Luftfeuchtigkeit in den Räumen. Was in Sachen Parkettboden und Feuchtigkeit zu beachten ist, wenn ab jetzt wieder viel geheizt wird, lesen Sie in diesem Artikel.

Was genau passiert mit Parkett bei trockener Heizungsluft?

Während eine Luftfeuchtigkeit von 55 bis 60 Prozent im Durchschnitt normal und empfohlen ist, kann sie in stark beheizten Räumen nur um die 34 Prozent betragen.
Da Holz hygroskopische Eigenschaften aufweist, sprich auch in quasi „totem“ Zustand die Fähigkeit besitzt, Wasser aufzunehmen und wieder abzugeben, können unterschiedliche Luftfeuchtigkeitsgehalte dazu beitragen, dass Parkettboden quillt oder schwindet.
Parkettböden sind jedoch nicht auf diese geringe Luftfeuchte ausgerichtet, die meist an kalten Tagen bei uns Zuhause herrscht, sodass dem Boden selbst Feuchtigkeit entzogen wird und er stärker als normal schwinden kann. Zu beobachten ist das dann an den Fugen, also den Linien zwischen den einzelnen Dielen: Sie weiten sich.
Diese Fugen oder auch Dehnungsfugen können, je nach Jahreszeit und dadurch bedingter Luftfeuchtigkeit, zwischen 0,3 und 0,8 Millimeter betragen. Alles, was darüber hinausgeht, ist nicht nur auffällig und eher unschön anzusehen, sondern auch nicht im normalen Bereich.

Wie kann ich dem entgegenwirken?

Vorbeugen ist besser als heilen – das gilt auch bei der Verlegung von Parkett. Das Zauberwort hierbei lautet: Dehnungsfugen! Sind diese richtig und nach den Angaben des Herstellers angelegt, passiert es in Normalfällen nicht, dass diese in stark beheizten Räumen zu groß werden und sich das Holz zu stark verzieht. Dehnungsfugen sind etwa 1,5 Zentimeter breit, können aber je nach verwendetem Boden und Hersteller-Angaben abweichen.
Auf jeden Fall gilt, sich an die genauen Angaben der jeweiligen Hersteller zu halten.

Ein weiterer kleiner, aber nicht unbedeutender Tipp: regelmäßiges Stoßlüften! Am besten morgens für circa zehn Minuten Durchzug in der Wohnung erzeugen und das Parkett hat die Möglichkeit, sich schonend zu akklimatisieren. Und auch kurz vor dem Schlafengehen hat ein bisschen Frischluft noch keinem geschadet.

Was tun, wenn die Fugen doch größer als normal sind?

Ist Ihr Boden den Hersteller-Angaben entsprechend verlegt, ist es eher unwahrscheinlich, dass sich größere Fugen von über 0,9 Millimetern bilden. Besonders aber ist bei Ahorn- und Buchenparkett aufzupassen, da diese Hölzer ein größeres Schwind- und Quellverhalten aufweisen. Doch auch bei Ahorn und Buche sollte man bei korrekter Verlegung keine Probleme bekommen.
Kommt es dennoch zu großer Fugenbildung, so sollten Luftbefeuchter hinzu gezogen werden. Am besten bewährt haben sich Geräte mit Feuchtigkeitsregler. Diese können präzise den gewünschten und empfohlenen Feuchtigkeitsgehalt von 55 bis 60 Prozent wieder herstellen, sodass sich das Holz wieder in seinen Normalzustand „biegen“ kann.

Wie kann ich die Luftfeuchte trotz Heizung und ohne elektrischen Befeuchter aufrechterhalten?

Um aber nicht nur solche Dinge ausschließen zu können, sondern sich und Ihren Nasen etwas Gutes zu tun, empfehlen sich Wasserbehälter für die Heizkörper. Diese werden auf die Heizkörper gehängt und fallen optisch kaum auf.
Obwohl diese meistens nur eine Wassermenge von maximal einem halben Liter beinhalten können, fällt die Luftfeuchtigkeit mit Behälter nicht so sehr ab wie ohne – und das Atmen Zuhause ist auch mit aufgedrehter Heizung angenehmer.

Dann fühlt sich auch der Hund wohl.

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