Parkett ist in der heutigen Zeit aus vielen Wohnzimmern nicht mehr wegzudenken,  überwiegen die Vorzüge des speziell verarbeiteten Holzes schließlich schnell aufgelistet. Neben natürlichen Eigenschaften wie das hygroskopische Verhalten, also die Fähigkeit des Holzes Wasser zu binden und somit raumklimaregulierend zu wirken,  sowie hygienische Vorteile durch die geschlossene Fläche sind es heutzutage vor allem Design Aspekte, die die Käufer animieren sollen, sich für das Bodenholz  zu entscheiden.

Bei diesen Vorzügen werden jedoch Nachteile vernachlässigt, die durchaus Konsequenzen hervorrufen können. Um preislich attraktiv und somit konkurrenzfähig zu bleiben, schwören einige Hersteller auf Holz aus Zentralasien oder dem afrikanischen Kontinent. Qualitativ betrachtet können die Hölzer der dortigen Fauna sicherlich mit den inländischen Holzarten konkurrieren. Die Problematik ist somit mehr im Bereich der Lizenzen der Forstwirtschaft zu finden.  Länder wie Ghana und die Elfenbeinküste haben ihre Waldbestände laut Greenpeace bereits zu 80% abgeholzt und sind daher vor allem von Erosion gefährdet. Das grüne Kongo Becken, dass als zweitgrößtes tropisches Urwaldgebiet der Erde nach dem Amazonasbecken gilt, büßt täglich Quadratkilometer an Wäldern, Natur und Biomasse ein.

Hauptexporteur der afrikanischen Hölzer ist Kamerun,  und dies mit einer beträchtlichen Menge: so wurden beispielsweise im Jahr 2000 mehr als 91.000 Kubikmeter Holz nach Deutschland geliefert, was einem Warenwert von ca. 31,5 Millionen Euro entspricht. Leider sind viele der importierten Hölzer weder aus kontrolliertem Forstbestand, noch nach EU Richtlinien ausgewiesen und zertifiziert.
Ein großes Manko stellen die Regierungen der Importländer dar, die nicht auf jene Richtlinien wie beispielsweise das FSC (Forest Stewardship Council, gegründet 1993), welches die „gleichwertige Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten bei der Nutzung von Naturgütern“ achten.

Und nun ist Ihre Meinung gefragt: Wie könnte man den Aspekt des Naturschutzes den Konsumenten näherbringen?  Überwiegen die Vorteile auf der Habenseite? Wir freuen uns auf Ihren Meinungsaustausch.

3 thoughts on “Parkett – ein Holz spaltet die Meinungen”

  1. Lieber Schiggy12, wir freuen uns, dass Ihnen der Artikel zugesagt hat. Derzeit planen wir weitere aufschlussreiche Artikel, die in Kürze veröffentlicht werden. Sie dürfen also gespannt sein!

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